Das Volksbegehren „Artenvielfalt“ geht am Ziel vorbei

Auch in der ökologischen Landwirtschaft geht es für mich als Politiker darum, gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Wird aus dem Bürgerbegehren aber ein Gesetz, wäre das ein massiver Eingriff in die Arbeit unserer Landwirte und würde für viele das Aus bedeuten.

  • Die Landwirtschaft in Baden-Württemberg ist bereits auf dem Niveau, welches das Volksbegehren in Bayern „Pro Biene Bayern“ fordert.
  • Die Honigbiene, mit welcher das Volksbegehren auf sämtlichen Beiträgen und Flyern beworben wird, ist gar nicht vom Aussterben bedroht.
  • Bevor Sie unterschreiben, denken Sie an die regionalen, qualitativ hochwertigen Produkte die Sie gerne konsumieren – und woher diese kommen.

Daher haben wir am 28.08.19 zur Informationsveranstaltung eingeladen, bei der Interessenten und Betroffene sowohl aus der konventionellen als auch aus der Bio-Landwirtschaft vor Ort waren. Von Obstbauern über Winzer bis hin zu Unternehmen aus dem Lebensmittel-Großhandel.

Ein wichtiger Punkt war, dass in der Bevölkerung das Thema Naturschutz mit Landwirtschaft kaum in Verbindung gebracht wird. Dabei belegen Studien, dass zum Beispiel Obstanlagen ein wichtiger Rückzugsraum für Insekten sind. Die Landwirtschaft betreibt sowohl in großem Umfang Pflanzenschutz, als auch Tierschutz. Welche verheerenden Auswirkungen das Gesetz hätte, welches aus dem Volksbegehren resultieren würde, machten auch Biobauern und Imker deutlich.

Der Gesetzesentwurf von Pro Biene ist leider nicht zu Ende gedacht.

Regional und nachhaltig produzierte Lebensmittel gibt es nur solange diese „vom Bauer nebenan“ auch gehegt und gepflegt werden können. Vielen Dank daher an alle Anwesenden für die vielen Anregungen, die wir für unsere Arbeit mit in den Landtag nehmen werden.

Als sozialpolitischer Sprecher der FDP/DVP-Fraktion ist die Landwirtschaft zwar nicht mein Fachgebiet, aber eine persönliche Herzensangelegenheit.

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