FDP-Abgeordneter erkundigt sich nach medizinischer Versorgung im Landkreis Konstanz

Auf eine kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Jürgen Keck berichtet das Ministerium für Soziales und Integration, dass die Anzahl der niedergelassenen Ärzteschaft im Landkreis Konstanz seit 2009 leicht gestiegen ist. Die Versorgung sei sogar so gut, dass bei den meisten fachärztlichen Bereichen der Planungsbereich gesperrt wurde. Jungärzte zum Beispiel haben daher gar keine Niederlassungsmöglichkeit, sondern könnten lediglich bestehende Praxen übernehmen bzw. im Angestelltenverhältnis arbeiten.

Die Antwort des Ministeriums beunruhigt Keck: „Auf dem Papier steht, dass wir eine ausreichende medizinische Versorgung haben. Kinder-, Frauen-, Hautärzte – alle gehören sie zu denjenigen Fachbereichen, für welche der Planungsbereich gesperrt ist, also keine neuen Praxen eröffnet werden können. Als Bürger erlebt man hier im Landkreis aber doch eben gerade das Gegenteil. Man muss Monate auf einen Termin bei vielen Fachärzten warten, wenn man denn überhaupt einen bekommt.“

Insbesondere für die nächsten Jahre muss im Bereich ärztliche Versorgung anders geplant werden. Ein großer Anteil der Ärztinnen und Ärzte im Landkreis Konstanz wird bis 2029 in den Ruhestand gehen. Parallel steigt der Anteil der in Teilzeit arbeitenden Ärztinnen und Ärzte. „Wir müssen den Ärzteberuf attraktiver und weniger bürokratisch gestalten. Auch im Hinblick auf Abgänge von Ärzten, die ihrer Tätigkeit in der Schweiz nachgehen“, so Keck.

Das Ministerium weist des Weiteren darauf hin, dass man zur Entlastung von Arztpraxen zukünftig vermehrt digitale Technologien nutzen will. Hierzu gehört auch das Modellprojekt „docdirekt“ der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg. „Einfache“ Fälle können so telemedizinisch beraten und versorgt werden.

Die Kleine Anfrage können Sie hier nachlesen.

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