Gemeinden im Kreis Konstanz beantragen 1,5 Millionen Euro für Breitbandförderung

Das für Digitalisierung zuständige Innenministerium vergibt jährlich mehrere Förderbescheide an Gemeinden, um den Breitbandausbau in Baden-Württemberg voranzutreiben. Eine kleine Anfrage des Radolfzeller Landtagsabgeordneten Jürgen Keck hatte 2017 bereits ergeben, dass der Landkreis Konstanz in Sachen Breitbandversorgung leicht unter dem Landesdurchschnitt liegt. Keck erkundigte sich nun bei Minister Strobl, wie viele Förderanträge im Jahr 2019 bereits gestellt, beziehungsweise genehmigt wurden. Aus der Antwort von Herrn Strobl geht hervor, dass die Gemeinden Tengen, Hilzingen und Hohenfels zusammen eine Förderung in einer Höhe von über 1,5 Millionen Euro beantragt haben. Tengen hatte in drei Anträgen fast 700.000 € beantragt, Hilzingen in einem Antrag knapp 100 000 € und Hohenfels insgesamt 726 000 €. Die zwei Förderanträge für Hohenfels werden demnach derzeit geprüft, wobei davon ausgegangen wird, dass beide bei der nächsten offiziellen Vergabe mit dabei sein werden. Für die Anträge der Gemeinden Tengen und Hilzingen sind derzeit noch Nachforderungen offen.

Die Städte Konstanz, Radolfzell und Singen erhalten keine Breitbandförderung durch das Land, da sich die genannten Städte im „Verdichtungsraum“ befinden und die Landesförderung den Breitbandausbau im ländlichen Raum unterstützen soll. Derzeit gleiche der Landkreis Konstanz bezüglich der Breitbandversorgung – auch aufgrund fehlender Verknüpfungen unter den Gemeinden – einem „Flickenteppich“, so Keck. Der FDP-Landtagsabgeordnete fordert daher die Beantragung für Förderanträge im Landkreis flächendeckend zu organisieren, um auch endlich den Menschen im ländlichen Raum die Chancen der Digitalisierung zu ermöglichen.

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