Jürgen Keck: Geschwindigkeitsbegrenzung trifft die Falschen

Tempolimit verhindert keine illegalen Autorennen

Jürgen Keck, Landtagsabgeordneter aus dem Kreis Konstanz, sieht das Tempolimit auf der A 81 im Abschnitt Engen-Geisingen nach Vorlage einer ersten Bilanz durch Verkehrsminister Herrmann weiterhin äußerst kritisch. Laut dem Polizeipräsidium Konstanz drohen 380 Autofahrern Fahrverbote. Dagegen konnte lediglich ein illegales Autorennen seit Einführung des Tempolimits bestätigt werden.

Keck sieht sich aufgrund der vorliegenden Zahlen darin bestätigt, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 Kilometern pro Stunde die Falschen treffe: „Die Bilanz von Herrmann hat gezeigt, dass das Tempolimit hauptsächlich die Autofahrer trifft, die keine Rennen fahren. Auch zu einer Verringerung der Verkehrsunfälle aufgrund erhöhter Geschwindigkeit hat die Einführung der Geschwindigkeitsbegrenzung nicht geführt. Im Gegenteil, auf der Strecke Engen-Geisingen kam es im Vergleich zu 2017 sogar zu mehr Verkehrsunfällen. Minister Herrmann ging es bei dem Tempolimit weniger um illegale Autorennen, als um seinen ideologisch geführten Kampf gegen Autofahrer. Um auf 34 registrierte Fälle von illegalen Autorennen zu kommen, musste der Überwachungszeitraum sogar ab 2014 gesetzt werden. Illegale Autorennen können auch weiterhin vor oder nach dem Autobahnabschnitt stattfinden. Um diese zu verhindern, helfen grundsätzlich nur Verkehrskontrollen durch die Polizei. Herrmanns Aufruf, wonach ‚Raser‘ sofort per Anruf der Polizei gemeldet werden sollen, führt zur Denunzierung einer Großzahl der Autofahrer,“ so Jürgen Keck wörtlich.

Für den FDP-Landtagsabgeordneten macht ein Tempolimit an bestimmten Stellen nur aufgrund von Lärmschutz oder aus Sicherheitsgründen Sinn. In Engen und Geisingen, um die seit Jahren von Lärm geplagten Bewohner zu schützen. Oder wie beispielsweise aus Sicherheitsgründen zuletzt auf der A 81 am Kreuz Hegau in Fahrtrichtung Stuttgart. Aufgrund einer Baustelle galt dort eine Geschwindigkeitseinschränkung. Eine Aufhebung erfolgte allerdings nicht, weswegen die Einschränkung bis Autobahnanschlussstelle in Engen galt. Erst nachdem Keck Verkehrsminister Herrmann auf die fehlende Aufhebung in einem Brief hinwies, wurde diese korrigiert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.