Kurzüberblick über das Impfchaos im Land und im Landkreis

04.03.2021

Zur Meldung, wonach das Sozialministerium plant, sein Impfangebot mit mobilen Impfteams des Landes zu Vor-Ort-Terminen zu erweitern, sagte der sozialpolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Jürgen Keck:

„Nachdem ich vor einem Monat die Forderung nach mobilen Impfteams auch für pflegebedürftige und zuhause lebende Personen eingebracht habe, bin ich beruhigt, dass Minister Lucha sich dieser notwendigen Erweiterung des Impfangebots nun annimmt. Bedauerlich ist, dass sich der bisherige „Handlungsleitfaden zur aufsuchenden COVID-19-Impfung durch Mobile Impfteams in Kommunen“ ausschließlich auf die über 80-Jährigen konzentriert. Minister Lucha begründet dies übrigens damit, dass in Baden-Württemberg zahlreiche Menschen dieser Altersgruppe noch nicht geimpft wurden. Frau Erikli hat bei der SÜDKURIER-Wahlarena allerdings die Meinung vertreten, dass „die Zahlen bei den über 80-jährigen […] sehr wohl sehr gut“ seien. Herrn Minister Lucha fordere ich erneut auf, beim Einsatz solcher Impfteams alle Pflegebedürftigen gleichermaßen zu behandeln. Nicht nur im hohen Alter gibt es Menschen, die mit der Pflegestufe 4 oder 5 leben und zuhause gepflegt werden. Es sind auch dringend jüngere betroffene Menschen zu priorisieren. Leider geht der Minister auf diese Forderung bisher in keiner Weise ein.“

02.03.2021

Erneut kontaktiert Jürgen Keck, Landtagsabgeordneter der FDP/DVP-Fraktion, Minister Lucha zum Impfchaos im Landkreis Konstanz. Nachdem er in den vergangenen Wochen bereits den erhöhten Einsatz mobiler Impfteams gefordert und die Benachteiligung von Hochrisikopatienten angemahnt hatte, unterstützt er auch die Forderungen nach einer gerechten Verteilung der Impfstoffmenge.

„Täglich rufen mich besorgte Bürgerinnen und Bürger an, sie würden keinen Impftermin bekommen. Dies geht sicherlich auch mit dem Problem des zu geringen Impfangebots im Landkreis Konstanz einher. Viele weitere Wochen werden sich Personen aus vulnerablen Gruppen zu Hause selbst schützen, weil man in allen Landkreisen dieselbe Menge an Impfstoff verteilt hat.“, teilte Landtagsabgeordneter Jürgen Keck mit und fordert eine faire Verteilung und Auskünfte über die anstehenden Verteilungen zwischen Bund und Länder sowie zwischen Land und Landkreisen.

26.02.2021

Auf unzählige Meldungen von Menschen mit Behinderung und Eltern mit betroffenen Kindern, die sich bei der Impfreihenfolge vergessen fühlen, reagiert der sozialpolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Jürgen Keck:

„Immer mehr Menschen mit einer Behinderung und insbesondere Eltern mit betroffenen Kindern schildern uns aktuell ihre Sorgen hinsichtlich der Impfreihenfolge. Sie gehören der Hochrisikogruppe an und sollten mit unter den Ersten sein, die Schutz von staatlicher Seite erhalten. Viele Tausende allerdings, die in selbstorganisierter Pflege leben, schützen sich seit dem Frühjahr 2020 in den eigenen vier Wänden, in Isolation, um dem Ansteckungsrisiko zu entkommen. Auf diesem Weg versuchen auch Eltern sich selbst zu schützen um ihre behinderten Kinder vor einer Ansteckung zu beschützen. Sozialminister Lucha habe ich daher zu zügigem Handeln aufgefordert, sodass Land und Bund schnellstmöglich reagieren und die Betroffenen nicht der erhöhten Gefahr eines schweren Verlaufs ausgesetzt lassen.“

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