Zur Unfallentwicklung unter Beteiligung von Fahrrädern und Elektrofahrrädern im Landkreis Konstanz

Die Entwicklung der Zahl von Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Radfahrern ist im Landkreis Konstanz mehr als beunruhigend. Vergleichbar sind die Unfallzahlen bspw. mit dem Stadtkreis Stuttgart, trotz eindeutiger Unterschiede bei der Einwohnerzahl (Landkreis Konstanz: ca. 286.000 Einwohner; Stadtkreis Stuttgart: ca. 636.000 Einwohner). MdL Jürgen Keck hat sich bei der Landesregierung erkundigt, woran sie die auffällig hohen Zahlen im Landkreis Konstanz festmacht.

Die hohen Unfallzahlen begründet die Landesregierung damit, dass der Landkreis Konstanz insbesondere vom Tourismus und von den Hochschulen in Konstanz geprägt sei. Dies ist der Antwort des Innenministeriums auf die Anfrage des Abgeordneten Keck zu entnehmen. Der hierdurch hohe Radverkehrsanteil würde die fahrradbezogene Unfalllage begünstigen. Insgesamt seien im Landkreis Konstanz aber so viele mit dem Rad unterwegs, dass es gerade in der Stadt Konstanz gar „keine auffällig hohen Verkehrsunfallzahlen“ gäbe, teilt das Innenministerium schriftlich mit.

„Die Behauptung der Landesregierung, dass die Unfallzahlen nicht auffällig hoch wären, ist schon ein starkes Stück. Wenn man mit dieser Behauptung an die Sache ran geht, dann können wir auf eine Verbesserung der Unfallzahlen im Radverkehr noch lange warten.“, teilte MdL Keck mit. Grundsätzlich begrüßt er die Fördermaßnahmen durch das Land, von welchen der Landkreis Konstanz, insbesondere beim Ausbau von Radwegen, sehr profitiert hat. Man müsse die Steuergelder für die Verkehrssicherheit aber gezielter einsetzen. Landesweit ist der Radfahrer mit einem Anteil von ca. 59 % Hauptunfallverursacher bei Fahrradunfällen. Laut Informationen der Polizei sind bei Fahrradunfällen im Stadtgebiet Konstanz sogar 70% der Radfahrer Hauptunfallverursacher. „Ziel muss es daher vor allen Dingen sein, dass Verkehrsvorschriften wieder mehr beachtet werden. Hauptziel der Landesregierung ist es, den Radverkehr im Gesamtverkehr noch mehr zu steigern. Das ist grundsätzlich nicht falsch, aber solange ein gezielter Beitrag zur Verkehrssicherheit fehlt, rechne ich hier mit keiner Besserung.“

Zur Anfrage geht es hier…

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